Berufsfindung und Geschlecht: Mädchen in by Anja Schmid-Thomae

By Anja Schmid-Thomae

Gegenstand der fallkontrastiven ethnographischen Studie sind Berufsorientierungsprojekte für Mädchen im technisch-handwerklichen Bereich. Vor dem Hintergrund der inzwischen vielfach getroffenen Feststellung, dass technisch-handwerkliche Berufe überproportional oft von Männern ausgeübt werden und Frauen unterrepräsentiert sind, geht Anja Schmid-Thomae der Frage nach, unter welchen Rahmenbedingungen Geschlechtergrenzen in Hinsicht auf Technik und Handwerk in den einzelnen Projekten überschreitbar gemacht, aufgeweicht oder aber auch aktualisiert und somit reproduziert werden. Die Autorin legt dabei den Schwerpunkt der examine auf das Zusammenspiel von Berufsorientierung bzw. Berufsfindung und Geschlecht.

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Vgl. hierzu auch Hirschauer 2001a sowie Garfinkels Anmerkungen zum „passing“ als Frau bzw. Mann (Garfinkel 1967). Das hier abgerufene Geschlechterwissen ist auf den Kontext Technik übertragbar. Flicker (2008) bezieht sich bei der Verwendung des Begriffs Geschlechterwissen neben Dölling (2007) auf Wetterer 2006, 2007, 2008. HORNBACH-Baumarkt-AG. 3 Soziale Konstruktion von Geschlecht 39 Vorstellungen in Hinsicht auf die Zweigeschlechtlichkeit hierbei aktualisiert und reproduziert werden, wird im Folgenden dargestellt.

Empirisch erhärtet sich dieser Kritikpunkt insofern, als Frauen durch den bevorzugten Einsatz in ‚Frauenberufen‘ und ihren Ausschluss aus ‚Männerberufen‘ auch dann noch zu geringer qualifizierten und familienorientierten Personen gemacht werden, wenn sie dies vor dem Hintergrund einer Annäherung des Bildungs- und Erwerbsverhaltens zwischen Frauen und Männern längst nicht mehr ‚sind‘ (vgl. Wetterer 2002). Mit Rekurs auf sozialhistorische Studien zum ‚Geschlechtswechsel‘ von Berufen wurde vor allem kritisiert, dass in diesem Konzept unberücksichtigt bleibt, dass sich das Geschlechtslabel von Berufen auch ändern kann – ohne, dass sich an den beruflichen Inhalten etwas verändert.

Praktisches Wissen, das in körperlicher Routine verankert ist und als „fleischiges Gedächtnis“ zum Darstellungsmedium wird (vgl. Hirschauer 1993, 1994, 1996):38 „Unter dieser Voraussetzung können Darstellungen für einen Betrachter einen geschlechtlichen Körper hervorbringen, als habe er ihnen zugrundegelegen, und als seien sie nur sein natürlicher ‚Verhaltensausdruck‘“ (Hirschauer 1993: 48). Wie oben beschrieben, trifft man bei der Betrachtung von Geschlechterdarstellung(en) in der Werbung auf zahlreiche zitierte alltagsweltliche Kontexte.

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